Gewaltspiele, Online-Sucht … der Berner Jugend-Grossrats-Tag im Rückblick
Adrienne und Tobias von politnetz.ch waren am Mittwoch am Berner Jugend-Grossrats-Tag (BJGT) vor Ort. Im Berner Rathaus debattierten zusammen 210 GrossrätInnen und Jugendliche über Chancen und Gefahren der Mediennutzung. Die zentralen Themen, die Jugendliche und PolitikerInnen am meisten beschäftigten, kristallisierten sich schnell heraus: Videoüberwachung, Online-Sucht, Datenschutz in Social Networks und Verbot von Gewaltspielen („Killergames“).
(Quelle: http://www.be.ch/bjgt)
Die Meinungen über die Möglichkeiten der politischen Regulierung dieser Phänomene gingen teilweise recht weit auseinander. Sowohl unter Jugendlichen als auch unter den GrossrätInnen bestand keine Einigkeit darüber, inwiefern mit Verboten das Verhalten von Jugendlichen gesteuert und beeinflusst werden könnte. Konsens unter den meisten TeilnehmerInnen fand sich bei der Verstärkung der schulischen Prävention durch die Förderung der Medienkompetenz in Schulen und mit Aufklärungskampagnen bei den Eltern.
Berner Grossrat will Gewaltspiel-Konsum beschränken
Trotz der Umstrittenheit der Themen innerhalb des Grossen Rats wurde am selben Tag die Motion von Roland Näf (SP) für die Ausarbeitung von Sanktionsmassnahmen beim Konsum von nicht zertifizierten Killer- und anderen gewaltverherrlichenden Computerspielen mit 68 gegen 58 Stimmen angenommen.
Auf Politnetz laufen einige kontroverse Debatten zwischen BürgerInnen und PolitikerInnen zu den Themen:
http://gewaltspiele.politnetz.ch/
http://nurnochkameras.politnetz.ch
http://onlinevoting.politnetz.ch
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Es gibt durchaus Publikationen, die einen Zusammenhang zwischen Männlichkeitsidealen (Klischees) und der Vorliebe für Gewalt-Spiele herstellen – z.B. der neue Ratgeber “Computerspielsucht-Therapie” von Peter Jedlicka.
R.W.
Das ist wirklich ein tolles Buch – muss ich auch selbstkritisch als “Gamer” sagen …
Bernhard B.