PromoPost Wahlen: “Lassen Sie sich nicht verhunzen!”
Heute erhielten wir einen Werbebrief von der Post. Da steht zu lesen:
Möchten Sie unverfälscht bei Ihren Wählerinnen und Wählern landen? Mit PromoPost versenden Sie unadressierte Sendungen und erreichen jeden Schweizer Haushalt.
Ich habe PromoPost selbst schon in Wahlkämpfen eingesetzt und möchte allen Kandidierenden, die zurzeit ihre Wahlkampfmassnahmen planen, folgendes zum Angebot von PromoPost mit auf den Weg geben: “Lassen Sie sich nicht verhunzen!” (PromoPost wirbt mit diesem Satz, weil Mailings anders als öffentlich ausgehängte Plakate nicht beschmiert werden – was nota bene immens zu ihrer Aufmerksamkeit beiträgt, aber das nur so nebenbei.)

PromoPost also verspricht den Kandidierenden mit ihrem Angebot unter anderem Folgendes:
Mehr Aufmerksamkeit: Sprechen Sie Ihre Wählerschaft dort an, wo sie am meisten Zeit hat: zu Hause
Mein Kommentar: Es macht in der Tat Sinn, bei jemandem zu Hause aufzutauchen, aber nicht mit einem Werbe-Mailing im Briefkasten. Die Mehrheit der Menschen hat Post-Werbe-Mailings satt. Ihre Aufmerksamkeit reicht gerade so weit wie bis zum Altpapierstapel und hinterlässt bei der Wählerschaft einen negativen Eindruck.
Präzise Zustellung: Ort, Zeitpunkt und Zielgruppe können gewählt werden
Ort und Zeitpunkt kann man auch bei einem Plakat wählen. Bei der Zielgruppe bieten sich einem mit PromoPost durchaus einige Möglichkeiten. Doch finden sich solche mit ein bisschen kreativem Nachdenken auch beim Plakataushang: Ein Plakat gegen die Erhöhung von Studiengebühren vor der Uni, ein Plakat für eine zweite Gotthard-Röhre auf der Autobahnraststätte A2 im Kanton Uri. Viel genauer aber lassen sich Zielgruppen mit Online-Massnahmen bestimmen, anpassen und evaluieren.
Hohe Beachtung: Auslieferung Ihrer Werbung zusammen mit der adressierten Briefpost
Wers glaubt, wird selig (s. oben zu “Mehr Aufmerksamkeit”). Wissen aber führt weiter: Wer z.B. einen E-Mail-Newsletter versendet, der weiss ganz genau mittels Öffnungs- und Klickraten, wie hoch seine Beachtung bei der Zielgruppe ist und welche Inhalte am meisten interessiert haben. Online-Massnahmen sind nicht einfach sinnlose Unterbrecher-Werbung, sondern können echte Aufmerksamkeits-Generatoren sein. Mit ihnen gewinnt man unbezahlbare Hinweise, wie auf das Verhalten der Adressaten – z.B. auch Desinteresse – zu reagieren ist. Und kann seine Kommunikation weiter personalisieren.
In diesem Sinne, liebe Kandidierende: Lassen Sie sich nicht von PromoPost verhunzen!
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Ich denke es kommt darauf an, wie die Promopost gemacht ist. Bei den beiden letzten Nationalratswahlen im Kanton Bern war es zumindest bei den SP-Kandidaten so, dass diejenigen, welche mindest vierseitige Zeitung in ich weiss nicht wievile Haushalte verschicken liessen, besonders gut abgeschnitten haben und entweder gewählt wurden oder auf den ersten Ersatzplätzen landeten.
Waren das auch diejenigen, die von zuoberst auf der Liste ins Rennen gingen?
Und wenn dann was schiefläuft: Es besteht kein Anspruch auf Entschädigung, und der Versand muss trotzdem bezahlt werden. Einen neuen (bezahlten) Versand gibt’s nur, wenn die Post grad einen grosszügigen Tag einzieht…
Siehe: http://www.gruene-luzern.ch/?p=artikel&id=201103121111
Sehr dumm, wenn die Post den Versand verbockt … oder wie war das gleich nochmal … “verhunzt”