Know-How Reihe, Teil 1: Facebook Profil vs. Facebook Page

30Jun11

von Gabriel Hase.Am letzten Dienstag haben wir den ersten öffentlichen Workshop unserer Know-How Reihe “Wahlkampf mit Facebook und Politnetz” gehalten. Dabei waren PolitikerInnen von SP und GLP sowie ein interessierter Journalist von Radio DRS 3 (Link zur Sendung wird in Kürze folgen).

Die Diskussions-Thematik für den ersten Teil des Workshops hat sich sehr schnell herauskristallisiert: Wie gehe ich als PolitikerIn mit der Zweiteilung zwischen persönlichem Facebook-Profil und Facebook Page um?

Eine generelle Antwort auf diese Frage ist sehr schwierig. Im Grundsatz ist zu unterscheiden:

  • Ein Facebook-Profil ist persönlich. Interaktion ist immer zweiseitig (man wird Freund von jemandem und dieser wird Freund von einem selbst). Die maximale Anzahl von Freunden ist auf 5000 beschränkt.
  • Eine Facebook-Page ist produkt-orientiert. Sie gewinnen Fans für Ihren Wahlkampf, kennen diese aber nicht zwingend. Es gibt keine maximale Anzahl von Fans.

Ob man nun ein Profil, eine Page oder beides unterhalten soll, hängt von mehreren Faktoren ab. Primär zählt sicherlich die schon bestehende Arbeit auf Facebook. Wer sich mit seinem persönlichen Profil ein Netzwerk von tausenden von Freunden aufgebaut hat, sollte im Wahlkampf auf keinen Fall auf das Profil verzichten. Das Facebook-Profil gibt ausserdem die Möglichkeit E-Mails an seine Freunde zu verschicken (eine Facebook-Nachricht an einen Freund landet immer in der E-Mail Inbox des jeweiligen Freundes). Ein Problem stellt sich allerdings, wenn man den Freundeskreis auf Unbekannte Personen ausdehnen möchte. Der Bürger Hans Muster (den Sie nicht kennen) wird viel eher den Like-Button einer Facebook Page drücken (niedrige Interaktions-Schwelle), als eine Freundschafts-Anfrage von Ihnen positiv beantworten. (Wer auf Facebook ist, hat wahrscheinlich auch schon Freundesanfragen von Unbekannten bekommen und diese einfach weggeklickt).

Um die Diskussion wieder zurück auf den Kern zu bringen: Ein Facebook-Profil ist sehr gut geeignet für Kommunikation mit Bekannten und Leuten, die Sie persönlich getroffen haben. Eine Facebook Page hingegen eignet sich um (z.B. über den Like-Button) den Kreis der “Zuhörer” auch auf Unbekannte BürgerInnen auszuweiten.

Die meisten KandidatInnen werden wohl beides haben, einen persönlichen Bekanntenkreise, den Sie informieren wollen, sowie das Sendebedürnis neue WählerInnen über Facebook zu gewinnen. Daher wird man auch nicht um beides herumkommen, ein persönliches Profil sowie eine Facebook Page. Stellt sich die Frage, wie man am besten Profil und Page unterhält und den Aufwand minimiert. Wir haben dazu recherchiert und schlagen Folgendes vorgehen vor:

  1. Wenn Sie Profil und Page haben und diese ähnlich heissen (z.B. Ihr Name), erscheint in der Facebook-Suche beides und Sie haben keine Kontrolle darüber, welches zuerst dargestellt wird. Dies ist für Besucher verwirrend. Deshalb: Entscheiden Sie sich, ob in der Facebook-Suche persönliches Profil oder Facebook-Page auftauchen soll. Da die Suche eher von Unbekannten genutzt wird, empfehlen wir hier sich für die Facebook-Page zu entscheiden. Sie können Ihr persönliches Profil über die Privatsphere-Einstellungen einfach von der Facebook-Suche ausschliessen (in den Slides erfahren Sie wie).
  2. Als PolitikerIn haben Sie Nachrichten für Ihre Freunde und für Ihre Fans. Manchmal möchten Sie aber auch, dass beide von Ihrer neusten Nachricht erfahren. Die Nachricht zweimal, auf dem Profil und auf der Page zu erfassen ist zeitraubend. Daher: Machen Sie sich einen Account bei Ping.fm (http://ping.fm/). Dort können Sie sich beliebig viele Social Media Seiten auswählen, auf welche Ihre Inhalte gepostet werden sollen. Unter anderem kann man auch einstellen, dass gleichzeitig auf das Profil und die Page gepostet werden soll (in den Slides erfahren Sie wie). Wer auch noch Analysen dazu möchte, kann Ping.fm mit Hootsuite verbinden (eine Anleitung gibt es hier: http://brianwong.com/blog/howto-hootsuite-pingfm-wordpress-socialmedia/).

Der lange Abend (2 Stunden) wurde schliesslich noch mit Einzel-Interviews von DRS 3 bei den anwesenden PolitkerInnen abgerundet. Die Stimmung war super und es waren nicht zuletzt wir, die etwas über die Bedürfnisse und Erfahrungen der PolitikerInnen lernen konnten. Politnetz ist ein Weg, an dessen Ende das Ziel einer besseren Demokratie steht. Wir freuen uns, wenn wir auch Sie bald auf diesem Weg antreffen.

Slides, inkl. Update aus der Diskussion:

 

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4 Responses to “Know-How Reihe, Teil 1: Facebook Profil vs. Facebook Page”

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